Die Netzwerkgesellschaft
Viele haben Angst dass die Revolution in der Informationstechnolgie zu einem Orwellschen Polizeistaat führt. Ich sehe eine Alternative – ein Szenario welches den Staat unnötig macht.
Ein Artikel (in Englisch) und mein libertärer Blog bieten weitere Information.
Ein Projekt einer staatenlosen Gesellschaft
(oder einer mit zumindest weitaus weniger Staat)
auf der Grundlage eines Netzwerks
Die Grundidee des Netzwerkes:
- Das System der Grundregeln ist einfach: Jeder definiert seine eigenen Regeln für sich selbst, einschließlich der angemessenen Strafen und der Schiedsrichter, die er akzeptiert.
- Eine öffentliche schwarze Liste enthält Einträge über Verletzungen dieser eigenen Regeln, soweit sie von den akzeptierten Schiedsrichtern festgestellt wurden, falls dies Teil der akzeptierten Strafe ist, oder falls die Strafe nicht akzeptiert (bezahlt, abgearbeitet oder abgesessen) wird.
- Es werden sich Standards in Form von Konventionen oder Gesetzbüchern durchsetzen, in denen man lediglich die Strafhöhen ändern kann. Dies schließt jedoch die Strafhöhe Null ein, und schränkt die Freiheit des Einzelnen daher nur minimal ein. Es gibt jedoch keine Zentralinstanz die diese Standards festlegt, und keine Verpflichtung diese zu nutzen. Die Standartisierung gibt lediglich die zusätzliche Möglichkeit, einfache effiziente Programme für die Beurteilung zu nutzen.
- Das System der Schiedsgerichte kann hierarchische Strukturen entwickeln, dies ist jedoch lediglich Ergebnis von Spezialisierung und Reputation einzelner Richter. Ein oberstes Gericht gibt es nicht.
- Private Daten im Netzwerk zu speichern und zugänglich zu machen ist lediglich eine Methode, das Vertrauen zu erhöhen, und keine Pflicht: Man kann das Netzwerk auch rein pseudonym benutzen.
Was ermöglicht das Netzwerk?
- Das Problem der Kooperation mit Fremden ist ein Grund für die Existenz von Staaten. Dieses Problem dürfte das Versagen des Anarchismus in der Vergangenheit erklären. Das Netzwerk kann dieses Problem besser lösen als der Staat. Damit ist das Versagen des Anarchismus in der Vergangenheit erklärt und kein Argument mehr.
- Das Netzwerk kann für verschiedene illegale Aktivitäten benutzt werden. Die meisten dieser Möglichkeiten des "Missbrauchs" des Netzwerks sind jedoch eher von Nutzen für die Gesellschaft als Ganzes, da es sich um opferlose "Verbrechen" handelt, und die Verbote solcher Aktivitäten ungerechtfertigt sind.
- Die Realität des Netzwerks wird auch die im Netzwerk populären Ideologien beeinflussen. Eine wachsende Rolle der persönlichen Ehre, von Selbstbestimmung einschließlich der Verantwortung für Fehler, und eine Radikalisierung der Inhalte, kann vorausgesagt werden. Die Radikalisierung wird jedoch nicht mit Massenmord verbunden sein wird, da der Mord an Opponenten keine effiziente Möglichkeit in einem Pseudonyme erlaubenden Netzwerk ist, die Opposition zum Schweigen zu bringen, und die schlimmsten Massenmorde der Geschichte sowieso bei Kämpfen zwischen ähnlichen Ideologien stattfanden.
- Auch wenn das System als Ganzes kompliziert erscheint, kann der Einstieg trotzdem einfach sein – man braucht lediglich eine Person des eigenen Vertrauens, deren Einstellungen man übernehmen kann.