Warnung: Unorthodoxer Standpunkt — vor Akzeptanz genau nachdenken.

Das kosmologische Horizontproblem

In der ART-Kosmologie gibt es die Urknallsingularität. Für jedes Ereignis gibt es nur eine endliche Zeit in der Vergangenheit nach dem Urknall. Und in dieser endlichen Zeit kann es nur Informationen aus einem endlichen Teil des Universums erhalten haben. Nun könnte man vermuten, dass man, wenn die Maßstäbe nur schnell genug schrumpfen, auch in dieser endlichen Zeit unendlich weit kommen könnte. Dies wird von der Vorstellung des Urknalls als von einem Punkt ausgehend nahegelegt. Doch dies ist nicht der Fall. Der Radius, von dem ein Ergeignis Informationen erhalten haben kann, ist endlich und in der ART berechenbar.

Und er ist in der Standard-ART Kosmologie (ohne Inflation) klein. Zu klein um einige wichtige beobachtbare Fakten zu erklären:

Das zweite Problem ist weitaus ernsthafter: Das erste könnte man lösen, indem man eine homogene Anfangsverteilung für den Urknall selbst einfach postuliert. Immerhin ist Homogenität die einfachste Annahme. Die Inhomogenitäten könnte man so jedoch nicht erklären, es sei denn man verwendet eine Konspirationstheorie, die mit dem Kreationismus vergleichbar wäre, der auch für die Entstehung der Welt vor 5000 Jahren eine Anfangsverteilung mit Dinosaurierskeletten postulieren muss.

Die ART-Lösung: Inflationstheorie

Die ART-Lösung für dieses Problem heißt Inflationstheorie. Man braucht dazu einen Zusatzterm in der Evolution des frühen Universums. Dieser könnte aus Theorien der Elementarteilchen kommen, dies ist jedoch bis jetzt rein hypothetisch, ohne jede experimentelle Grundlage. Dieser Effekt bewirkt, dass im frühen Universum a"(τ)>0 wird, wodurch die Zeit nach dem Urknall vergrößert wird, und sich daher der Horizont auch vergrößert.

Die GLET-Lösung

In der GLET haben wir keine Urknall-Singularität und demzufolge auch kein Horizontproblem.

In einem allgemeineren, technischen Sinn kann man das Wort "Inflation" immer dann verwenden, wenn a"(τ)>0 gilt, dass heißt, wenn die Expansion sich beschleunigt. In diesem Fall ist der Υ-Term der GLET für Υ>0 ein Inflationsterm, der dann wichtig wird, wenn das Universum genügend dicht wird.

Vergleich

Um das Horizontproblem zu lösen, braucht die ART einen zusätzlichen Mechanismus. Dieser muss durch eine andere Theorie erklärt werden, beispielsweise Elementarteilchenphysik. Bis jetzt ist eine solche Erklärung reine Spekulation. Die GLET braucht hingegen keinerlei zusätzlichen Mechanismus. Der Υ-Term, in die Theorie eingeführt aus völlig anderen Gründen, löst für Υ>0 das Horizontproblem automatisch.